Chronik "Klootschießer- und Boßlerverein "Germania" Fulkum e. V."

Nachdem sich die Klootschie√üer und Bo√üler der Gemeinden Holtgast, Utgast und Fulkum nach einiger Zeit der Gemeinsamkeit getrennt hatten, taten sich in Fulkum im Jahre 1909 Poppe und Gerd Osterkamp, Ihne Remmers, Harm O. R√ľstmann, Hero und Heino Hinrichs, Tido Gerdes, Ihno Ahrends, Martin Mensen, Johann Schr√∂der und Harm Poppen zusammen, um einen Verein aus der Taufe zu heben. Etwas sp√§ter gesellten sich Eduard Aswegen, Tjark Dirks, Johann Hinrichs, Eilt Janssen und Peter Schuster hinzu.

Einigen Unentwegten ist es zu verdanken, dass der Verein "Germania" trotz vereinsinterner Probleme bestehen blieb. Auch nach dem 2. Weltkrieg hatte es der Verein schwer mit seinem Wiederaufbau.

So wurde gleich nach Wiederaufnahme des Vereinslebens der Zusammenschluss mit dem Sportverein Fulkum erwogen. Dieses f√ľhrte letztlich zu einer au√üerordentlichen Mitgliederversammlung am 08. M√§rz 1949, auf der die Zusammenf√ľhrung des Klootschie√üer- und Bo√ülervereins mit dem Sportverein abgelehnt wurde. Ausschlaggebend hierf√ľr waren vorrangig finanzielle Aspekte, entstanden doch in einem Sportverein mit mehreren Fu√üballmannschaften erheblich h√∂here Kosten als den Klootschie√üern und Bo√ülern.

Der fu√üballerische Aufschwung in der Nachkriegszeit war nat√ľrlich in einem kleinen Ort wie Fulkum, in dem nun zwei Vereine existieren mussten, dem Friesensport nicht gerade f√∂rderlich. Das ist sicherlich auch ein Grund daf√ľr, dass damals der ganz gro√üe sportliche Erfolg den Fulkumer Klootschie√üern und Bo√ülern bis dahin versagt blieb. Die Fulkumer, die sich 1970 dem Kreissportbund Wittmund (KSB) anschlossen, sahen ihre Aufgabe vorrangig darin, das ihnen von ihren Vorfahren √ľberlieferte Heimatspiel lebendig zu halten und daneben die dem Friesensport zugeh√∂rige plattdeutsche Mundart zu pflegen.

Dennoch hat der Friesensport auch in Fulkum - ab 1983 als "eingetragener Verein" (e.V.) gef√ľhrt - in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt.

So erlangte die am 22.12.1971 gegr√ľndete Damen-I-Mannschaft des KBV in der Saison 1988/1989 erstmalig die Meisterschaft in der D-Staffel und auch die Herren-I-Mannschaft erlangte 1981/82 und 1983/4 die Meisterschaft in der C-Staffel.

Der KBV Germania Fulkum hat sich somit im Boßelkreis VIII fest etabliert. Er hat sich, wenn auch nicht immer durch sportliche Höchstleistungen, sondern eher getragen durch den olympischen Geist, nämlich "dabei zu sein", im Raume Esens einen Namen gemacht.

Der Kontakt zu anderen Vereinen kommt nicht zu kurz. So wurde lange Jahre um einen Wanderpokal gegen Roggenstede gebo√üelt und der daraus erzielte Erl√∂s f√ľr die Lebenshilfe gespendet.

Die Beziehungen zu dem SV Fulkum haben sich in den letzten Jahren gebessert. Man trifft sich jetzt einmal j√§hrlich - immer zum Jahreswechsel - zu  einem Bo√üelwettkampf.

Der Friesensport wird weiterhin auch den Ferieng√§sten n√§hergebracht. Das in den Sommermonaten drei- bis viermal durchgef√ľhrte G√§stebo√üeln erfreut sich gro√üer Beliebtheit und hat sogar schon zu Vereinsbeitritten gef√ľhrt.

Einen H√∂hepunkt in der Vereinsgeschichte erlebte der KBV Germania Fulkum anl√§sslich seines 75j√§hrigen Bestehens im Mai 1984. Hier konnte der kleine Verein zeigen, dass auch er in der Lage ist, die Organisation und Gestaltung einer gr√∂√üeren Veranstaltung zu √ľbernehmen.

So liefen die Einzelmeisterschaften des Kreises VIII Esens, die anl√§sslich des Jubil√§ums in Fulkum durchgef√ľhrt wurden, reibungslos ab, und auch die abendliche Festveranstaltung kann als voller Erfolg gewertet werden.

Genau 5 Jahre sp√§ter, im Mai 1989, konnten die Fulkumer Bo√üeler abermals ihre Organisationsf√§higkeit unter Beweis stellen.

W√§hrend der Durchf√ľhrung der Kreis-VIII-Einzelmeisterschaften vom 05.05. bis zum 12.05.1989 wurde am Sonntag, dem 06. Mai 1989 noch zus√§tzlich eine Fahnenweihe durchgef√ľhrt, an der viele befreundete Vereine teilnahmen. Als erster Fahnentr√§ger wurde Hermann Hinrichs und als erste Fahnenjungfern Erika Gruben und Rena Folkers bestimmt. Auch diese Veranstaltung verlief ohne Beanstandungen.

Aufgrund dieser erfolgreich-durchgef√ľhrten Veranstaltungen wurden dem KBV Fulkum auch in den Jahren 1992, 1996 und 1999 die Ausrichtung der Kreis-VIII-Einzelmeisterschaften √ľbertragen.

Einen Höhepunkt besonderer Art gab es während der KBV-Jahreshauptversammlung am 15.09.2000.

Hans Hieronimus erhielt aus den Händen des kurz zuvor als neuen 1. Vorsitzenden gewählten Helmut Cassens eine Urkunde als Ehrenvorsitzenden.

Hieronimus selbst leitete seit dem 29.12.1972 die Geschicke des Vereins.

Dar√ľber hinaus war er vorher mehrere Jahre als Festausschussmitglied bzw. als Festausschussvorsitzender t√§tig.

Wirklich große sportliche Erfolge aber gab es erst ab Ende der 80er-Jahre zu vermelden.

Mit der Wahl Onno Gruben's als Jugendobmann und der erstmaligen Teilnahme am Jugendspielbetrieb bereits ab der Saison 1985 vollzog sich innerhalb des Vereins eine sportliche Wende.

Dem unerm√ľdlichen Einsatz des neuen Jugendwarts war es zu verdanken, dass die Fulkumer Bo√üler gerade in den 90er-Jahren ungeahnte Erfolge feiern konnten, vor allem im Damenbereich.

So wurde 1990 die weibliche Jugend B des KBV Fulkum Kreismeister.

5 Staffelsiege von jetzt 3 Damen-I-Mannschaften wurden von 1994-1998 geholt, darunter auch der wohl bis dahin größte Erfolg in der Vereinsgeschichte, nämlich der Aufstieg einer Damen-I-Mannschaft in die Kreisliga.

Zusätzlich zählen noch die Kreismeisterschaft 1996 durch die männliche Jugend C und 1999 durch die weibliche Jugend A zu den Erfolgen.

Trotz des schon "unheimlichen" Jugend- und des daraus resultierenden Damen-Erfolges darf nicht unerwähnt bleiben, dass auch im Männer-I-Bereich 1995, im Männer-III-Bereich 2002 jeweils ein Staffelsieg und im Männer-II-Bereich 2001 eine Kreismeisterschaft zu verzeichnen war, die im Jahre 2002 sogar verteidigt wurde.

2003...ja die Saison 2002/2003 war wohl die erfolgreichste Spielzeit die der Verein jemals zu verzeichnen hatte: 

Von den 10 gestarteten Mannschaften schafften 3 Mannschaften den Meistertitel (Frauen I 1.Mannschaft 1.Kreisklasse, Frauen I 2. Mannschaft 2. Kreisklasse, M√§nner I 1. Mannschaft 2. Kreisklasse), 1 Mannschaft den Staffelsieg (M√§nner I 2. Mannschaft 3. Kreisklasse Staffel II), 2 Mannschaften holten den Vizemeistertitel ( M√§nner II 5-Mannschaft Kreisliga, Weibliche Jugend D Kreisliga) und zweimal wurde der 3. Platz ( M√§nner III 5-Mannschaft Kreisliga Staffel II, M√§nnliche Jugend D Kreisliga Staffel I) belegt. Aber auch die noch √ľbrigen 2  Mannschaften Frauen I 3.Mannschaft und Frauen II haben nicht entt√§uscht. Wie unheimlich wichtig doch der "Unterbau" ist, merkte vor allem die Frauen I 2.Mannschaft. Denn Dank der hohen Flexibilit√§t der beiden Frauenmannschaften konnte die 2.Frauen I-Mannschaft stets in "Bestbesetzung" antreten.

Besonders erfreulich war, dass nach dem doch unerwarteten Abstieg der 1. Damenmannschaft aus der Kreisliga und der 2. Damenmannschaft aus der 1. Kreisklasse in der vorangegangenen Saison der sofortige Wiederaufstieg geschafft wurde.

Im Jahre 2004 waren wieder Erfolge im Jugend- und Herrenbereich zu vermitteln:

Die weibliche Jugend-D-Mannschaft errang die Kreismeisterschaft und die 2. Mannschaft M√§nner I wurde Sieger in der 4. Kreisklasse, und im Jahre 2005 holte die Frauen I - 

3. Mannschaft den Staffelsieg in der 4. Kreisklaase.

Aber nicht nur bei der Vergabe der Meistertitel ist mit dem KBV Fulkum zu rechnen, auch bei den alljährlich stattfindenden Kreis-VIII-, LKV- und FKV-Einzelmeisterschaften ist der Boßelverein mitunter stark vertreten.

Schwittert R√∂ttgers, Hans Hieronimus, Gerd Freese, Hans B√∂√∂k, Helmut Cassens, Ralf Rademacher, Ron Nowak, Jann Westerman, Timo Backer, Timo Klo√ü, Sascha Freese, Heiko R√∂ttgers, Andre Backer, Renate R√∂ttgers, Sonja Gerdes, Julia B√ľscher, Melanie Onken, Andrea Cassens, Andrea Wilken, Kerstin Rose, Katrin Gruben, Ina R√∂ttgers, Manuela Freese, Heike Cassens, Tomke Gerdes, Svenja Schuirmann, ..............lang ist die Namensliste, der erfolgreichen Teilnehmer, die sich als Medaillentr√§ger schon eintragen lassen konnten.

Auszug aus der Festschrift zum 80-jährigen Jubiläum (1989) von Helmut Cassens

Überarbeitung und Ergänzung von Wilfried Gerdes

Fulkum, im März 2005

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